Bericht zum Ortsbeirat Südstadt vom 07.05.2026
Vom Lärmaktionsplan oder auch „Hörst du die Leute singen?“, „Nein, ich versteh‘ nur Auto!“
Wir konnten uns bei dieser OBR-Sitzung wieder mit einer Reihe sehr verschiedener Themen beschäftigen.
Dazu gehört unter anderem eine Beschlussvorlage – nämlich die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes. Mit diesem werden Prüfaufträge für verschiedene Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelästigung durch Straßen- und Straßenbahnverkehr festgelegt. Die Prüfergebnisse müssten dann bis Ende 2027 vorgestellt werden. Zu der Vorlage gab es einer Reihe von Änderungsanträgen, die wir aber nicht behandelt haben: Entweder weil sie keinen Bezug zur Südstadt hatten oder weil sie durch die Streichung von Maßnahmenoptionen die Prüfung schon vorweg künstlich eingeengt hätten. Deshalb haben wir der ursprünglichen Version der Vorlage ohne Änderungsanträge zugestimmt.
Außerdem haben wir noch einen Antrag aus der Mitte des OBR beschlossen, der an die Bürgerschaft weitergegeben wird, und in dem wir fordern, dass die Oberbürgermeisterin alle erforderlichen Schritte für eine mittelfristige, grundhafte Sanierung der Schwaaner Landstraße einleitet. Als OBR wollen wir jetzt in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder Druck machen, um das Thema ordentlich voranzutreiben.
Wir hatten zudem hat das Studierendenwerk Rostock-Wismar zu Gast, welches uns im Anschluss über einige Projekte bei uns in der Südstadt informiert hat: Vor kurzer Zet wurde der Erweiterungsbau der Studierendenheime in der Max-Planck-Straße 1-5 eingeweiht. Dort sind für knapp 16 Millionen Euro 2er und 4er WGs für Studierende entstanden. Aktuell befindet sich an selber Stelle noch ein weiterer Erweiterungsbau in Arbeit, mit dem für 14 Millionen Euro weitere 126 Wohnheimplätze geschaffen werden. Diese sollen wiederum 2028 eingeweiht werden. Auch zum Neubau der Mensa Süd – über den bereits in den Medien ein wenig berichtet wurde – gab es bereits eine kurze Übersicht. Aufgrund funktionaler Mängel insbesondere an den technischen Anlagen besteht an der 25 Jahren alten Mensa ein erheblicher Sanierungsbedarf und aus diversen Gründen kommen nur ein Interims- und Neubau in Frage. Für beide stellen Land und Bund insgesamt 23 Millionen Euro zur Verfügung. Der Interimsbau soll während der Bauarbeiten den Mensabetrieb aufrechterhalten und wird sich voraussichtlich gegenüber von der aktuellen Mensa im zum B-Plan Pulverturm gehörenden Gebiet befinden. Sollten alle Arbeit nach Plan verlaufen, soll die neue Mensa spätestens 2030 in Betrieb genommen werden.
Zuletzt haben wir uns noch mit einem Budgetantrag des Kunst- und Kulturverein Kraftwerk e.V. beschäftigt. Der verein hat 4500 Euro aus dem OBR-Budget beantragt, um die Künstlerinnen und Künstler für ihr Veranstaltung „Hip Hop Jam 26“ zu bezahlen. Am 20.6.2026 zwischen 12-22 Uhr möchte der Verein mehrere bis zu 6 Stunden andauernde Graffiti-, DJ-, Breakdance- und Rapworkshops anbieten. Währenddessen soll es ein reichhaltiges Bühnenprogramm mit eben jenen Künstlerinnen und Künstlern sowie ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot geben. Das Fest versteht sich dabei als eine Art Stadtteilfest und ist für alle Besucherinnen und Besuch mit Interesse geöffnet. Im OBR entstand im Anschluss eine Diskussion, ob der Verein die gesamte Antragshöhe bekommen sollte, weil man auch noch anderen Vereinen aus dem Stadtteil im Laufe des Jahres die Unterstützung aus dem OBR-Budget ermöglichen wollte. Ich habe als Untergrenze 2000 Euro vorgeschlagen, war aber nach oben für jeden Betrag erst einmal offen. Am Ende haben wir uns auf 3000 Euro einigen können. Somit decken wir einen Großteil der beantragten Summe ab und haben gleichzeitig noch etwas Spielraum, um weitere Vereine unterstützen zu können.
