Ortsbeiratsbericht Südstadt vom 05.03.2026
Jetzt wo das Jahr schon ein wenig fortgeschritten ist, der Frühling naht und die Natur wieder aufblüht, scheint auch unsere Tagesordnung aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Von der Warte hatten wir gleiche mehrere spannenden Themen auf der Tagesordnung:
Als erstes ging es nochmal um den Rahmenplan Südstadt, denn erste Teile des Plans sollen jetzt in die Umsetzung gehen. Man entschied sich dafür das Quartier Südwest der Südstadt, also insbesondere der Bereich Röntgenstraße/Ernst-Haeckel-Straße, weiter entwickeln zu wollen. Zu den angedachten Maßnahmen gehört nicht nur eine zusätzliche Begrünung, sondern die Gestaltung des Straßenraums, die Einrichtung von Mobilpunkten oder die Schaffung neuen Wohnraums, sondern auch die Neugestaltung des bestehenden Spielplatzes vor Ort. Perspektivisch sollen alle Maßnahmen – wenn alles wie geplant läuft – bis 2030 umgesetzt sein. Im ersten Schritt konzentriert man sich zunächst auf die Umgestaltung des Spielplatzes, den man zu einem Mehrgenerationenplatz machen möchte. Dementsprechend werden die Spielgeräte, die Ausstattung, Sitzgelegenheiten oder die Zugänge zum Platz neugedacht. Da das Amt diesen Prozess nicht über die Köpfe der Anwohnerinnen und Anwohner hinweg umsetzen möchte, ist eine ausführliche Bürgerbeteiligung bis Ende Juni 2026 geplant.
Dafür werden die zuständigen Ämter am 30. Mai 2026 von 12 bis 17 Uhr vor Ort präsent sein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern über ihre Wünsche, Anregungen oder Bedenken ins Gespräch zu kommen.
Natürlich können auch bereits Anregung zu anderen oben beschriebenen Maßnahmen geäußert werden. Zudem soll über das SBZ eine separate Kinder- und Jugendbeteiligung stattfinden und über die Paul Friedrich Scheel-Schule soll der Aspekt der Barrierefreiheit in den Fokus genommen werden. Die Ergebnisse der Beteiligung werden in einem Ideenwettbewerb von drei Firmen, die die Pläne erstellen werden, aufgegriffen. Am Ende wird eine Jury aus diversen Mitgliedern – darunter Kinder und Jugendliche, Anwohner, Ämter etc. – einen Siegerentwurf auswählen, der dann entsprechend umgesetzt werden soll. Der gesamte Prozess soll bis 2028 realisiert sein, sodass der neue Spielplatz im Herbst 2028 eingeweiht werden kann.
Auf der Tagesordnung stand dann eigentlich noch eine Informationsvorlage zum Neubau eines Wohngebäudes in der Ernst-Haeckel-Straße 12a/12b. Wir hatten explizit den Bauherrn eingeladen, damit dieser den Anwohnern und uns Rede und Antwort stehen konnte. Leider konnte er aus diversen Gründen nicht anwesend sein, sodass wir das Thema auf die Sitzung im April verschoben haben. In der Sitzung im März haben wir mit den entsprechenden Anwohnern bereits Fragen zusammengetragen, die sie gerne beantwortet bekommen hätten.
Zudem hatten wir noch drei Anträge zum Ortsbeiratsbudget vorliegen, denen wir allesamt zugestimmt haben. Der Verein Rostock Müllfrei erhält um die 260€, un Werbemaßnahmen wie Flyer, Plakate oder Social Media-Auftritte zu finanzieren. Wie der Name schon sagt, organisiert der Verein in regelmäßigen Abständen in den verschiedenen Stadtteilen Rostocks Müllsammelaktionen mit freiwilligen Helfern, die die Müllverschmutzung reduzieren sollen. Damit entsprechend viele Menschen sich freiwillig melden, möchte der Verein mit den Werbemaßnahmen auf sich und die Veranstaltung aufmerksam machen.
Das SBZ erhält rund 370€ aus dem Budget, um mehrere Faltpavillons anzuschaffen, die im Sommer für Veranstaltungen, wie z.B. dem Stadtteilfest, als unkomplizierter Unterstand dienen sollen.
Die KGS erhielt nach längeren Diskussionen 3000€, um Bücher für ihre Schulbibliothek anzuschaffen. Dabei entzündete sich die Diskussion nicht um den Zweck des Antrages, sondern vielmehr um das Verfahren selbst. So plädierte die eine Hälfte dafür, noch bis Mitte des Jahres zu warten, um zu sehen, welche Budgetanträge noch gestellt würden. Die andere Hälfte plädierte dafür, den Antrag sofort zu beschließen. Immerhin wurden nie Anträge vertagt, um zu sehen, welche Anträge im Laufe des Jahres noch kommen würden. Es galt immer das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – und das ist allen Antragsstellern auch eigentlich bewusst. Da ich beiden Argumentationen etwas abgewinnen konnte, habe ich mich in der Abstimmung zum Verfahren enthalten. Mit 4:4:1 Stimmen wurde der Antrag auf Verschiebung des Budgetantrages abgelehnt und wir haben noch in der Sitzung darüber abgestimmt. Beim Antrag selbst haben ich, wie die Mehrheit des OBR, natürlich dafür gestimmt, sodass die KGS das Geld erhält. Damit kann die Schule bereits einen ersten Grundstock an Büchern besorgen. Da ihre Schulbibliothek allerdings Platz für 2500 Bücher bietet, überlegt sich die KGS in der nächsten Zeit Wege und Mittel, wie sie über das OBR-Budget hinaus an Mittel gelangt.
